Aschermittwoch

Jetzt wirds erwachsen

                Die Weihnachtsbäume und Jesukinder sind aus unseren Kirchen verschwunden. Die frohen Klänge des Faschings sind auch vorbei und jetzt wirds hart. Fastenzeit klingt nach Stille, schmeckt nach Brot und Wasser und sieht insgesamt ziemlich karg aus. So wie das Leben halt ist. Leben ist kein Kinderspiel, keine Faschingsparty und das will uns die Fastenzeit so richtig klar machen, damit wir unser Leben ändern.

 

Die Botschaft von Weihnachten kann man aber nicht so einfach in ein Handtuch packen und weglegen wie die Figur des Jesuskindes. Weihnachten erzählt von unserem Gott der als kleines Kind in diese Welt kommt und all die großartigen Eigenschaften wie alle anderen Kinder hat.

 

Ein kleines Kind kennt noch keine Systeme und Ordnungen. Es lebt nicht mit der ständigen Angst: was denken die anderen, was erwarten die anderen von mir? Kinder können sich einfach so für etwas begeistern. Dabei leben sie voll in der Gegenwart und vergessen im Spiel das gestern und das morgen. Kinder sind neugierig und glauben noch daran dass Träume war werden. Und sie sind einfach überall Anfänger.  Deswegen können sie noch staunen und fragen: Warum? Wozu? Weshalb? Zugegeben: das ist für Erwachsene nicht immer einfach. Aber dieses Staunen und Fragen bringt so manches in Fluss was vorher einfach so feststand.

Vielleicht ist ja genau dieses Staunen und Fragen die beste Grundhaltung für die Fastenzeit, um unseren Glauben wieder neu zu entdecken. Man darf halt das Kind nie ganz weg legen, wenn man erwachsen sein will.