Sternsinger sind unterwegs

Wie alle Jahre sind wieder die Sternsinger in unserem Pfarrverband unterwegs. Unsere Dreikönige bringen den Segen Gottes in die Häuser und Wohnungen und sammeln für Projekte mit Kindern in Tansania. Danke all den fleißigen Sternsingern und allen, die sie aufnehmen.

ausführlicher Bericht nach den Fotos

Sternsinger im Pfarrverband Velden sammeln 22.800 Euro

 

Gemeindereferent Andreas Steinhauser fragte in seiner Ansprache am Drei-Königs-Tag zunächst einmal: „ Kumpel – Wisst ihr woher dieses Wort kommt?“  „Kumpel, kommt von dem lateinischen Wort Kumpan, das übersetzt „Mitbrot“ heißt. So wie wir mit Gott durch das Brot verbunden sind, sollen wir auch untereinander „Kumpel“ sein.“

 

Die Sternsinger ermutigte er in besonderer Weise „Kumpel“ Gottes zu sein und durch die Teilnahme an der Sternsingeraktion „Brot“ für ärmere Menschen in der Welt zu werden.

 

Am Ende der Gottesdienste wurden in den meisten Pfarreien des Pfarrverbandes die Sternsinger gesegnet und ausgesandt. So machten sich insgesamt in den Pfarreien Velden, Hinterskirchen, Neufraunhofen, Vilslern, Eberspoint, Pauluszell, Johanneskirchen, Gebensbach und Seifriedswörth etwa 180 Sternsinger auf den Weg zu den Familien im Pfarrverband.

 

„Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand.“, so beginnt das Sternsingerlied, mit dem die „HeiligenDreiKönige“, wie sie im Volksmund genannt werden, die Familien begrüßen.

 

Bevor sich die Sternsinger jedoch auf den Weg machen konnten, war einiges an Organisationsarbeit nötig. Schon im Vorfeld musste geklärt werden, wie und wann die Gruppen eingekleidet und eingeteilt werden, wer welche Ortschaften besucht, wer, vor allem in den Außenpfarreien, macht das Taxi für die Sternsinger. Wo können die einzelnen Gruppen zum Mittagessen einkehren? Nach der Aktion müssen noch einmal fleissige Hände in Aktion treten und die Gewänder für den Einsatz im nächsten Jahr waschen und wieder fit machen. Viele Ehrenamtliche, vor allem die Mesner und Oberministranten, sind aktiv, damit die Sternsingeraktion ein Erfolg wird.

 

Umso mehr freut es alle Beteiligten, dass die Sternsinger aus dem Pfarrverband an das grandiose Sammelergebnis vom letzten Jahr anknüpfen konnten, ja sogar noch einmal auf rund 22.800 Euro, aufstocken konnten.

 

Wieder einmal lässt sich sagen, dass die Pfarrverbandsangehören „ihren Thomas Brei“ gerne in seiner Arbeit in Tansania unterstützen. An einigen Häusern, bei denen niemand daheim war,  hingen sogar Spendenkuverts an der Tür „Für d´Sternsinger“.

 Öfter konnte man hören: „I gib heuer a bissal mehr her, weil ich letztes Jahr ned da war.“ Wenn das die einen oder anderen sagten, freute es die eifrigen Sammler umso mehr. Nur wenige Türen blieben verschlossen oder wiesen die Sternsinger zurück.

 

Die Meisten freuten sich sogar sehr und meinten: „Ich wart scho de ganze Zeit auf eich. Geht´s nur rein und rauchts gscheid.“

 

Seit dem Jahr 2001 begleitet Pfarrer Dr. Thomas Brei zunächst als Kaplan, später als seelsorgerliche Aushilfe den Pfarrverband Velden. Nach Beendigung seines Medizinstudiums ging er nach Tansania. Dort baut er seit fünf Jahren am nördlichen Rand der Serengeti, in dem Ort Wasso ein Krankenhaus aus. Dieses Hospital stellt die einzige medizinische Versorgung der dortigen Bevölkerung in weitem Umkreis dar.

Ein weiteres Projekt stellt der Bau der St. Claire Clinic in der Stadt Mwanza dar. Dort soll eine Kinderstation entstehen, in der schwerkranke Kinder von armen Familien behandelt werden können.

 

Mit der Sternsingeraktion 2018 soll dieses Projekt unterstützt werden.


Die Sternsingergruppen der Pfarrei Velden sind von Edi Poschinger kurz vor ihrer Aussendung fotographiert wurden.