Leonhardi Ritt

Pferdefreunde pflegen mit dem Leonhardiritt das Brauchtum

 

 

Wallfahrt und Pferdesegung

bei goldenem Oktoberwetter von Gebensbach nach Erlach

 

 

Mit dem Leonhardiritt wird in großen Teilen Bayerns eine uralte Tradition gepflegt. Zu Ehren des Hl. Leonhard, der im gesamten Alpenraum als Nothelfer und Schutzpatron für das Vieh, besonders für Pferde verehrt wird , veranstaltete der Pfarrgemeinderat Velden um die Vorsitzende Hildegard Köck und die Gebensbacher Vereine  einen Umritt von Gebensbach nach Erlach zur Filialkirche des Heiligen Leonhard.

 

 

Die Anfänge des Leonhardiritts in Erlach liegen weit zurück; wo genau, ist unbekannt. Ältere Bürger wissen jedoch, dass der Umritt in den 60er Jahren unterbrochen wurde. Erst im Jahr 2006 führte der damalige Kaplan Michael Mannhardt wieder einen Pferdeumritt ein. 2008 fand er bei widrigem Wetter statt, im Jahr 2010 mußte er wegen des schlechten Wetters kurzfristig abgesagt werden und wurde 2011 bei idealen Bedingungen nachgeholt. So fand er heuer 2017 nun zum vierten Mal in Folge statt. Viele Pferdefreunde versammelten sich bei schönster Herbstsonne in Gebensbach um am Leonharderitt  aktiv teilzunehmen.

 

 

Nachdem Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Velden Hildegard Köck alle Teilnehmer und Zuschauer begrüßt hatte, eröffnete Pfarrer Tobias Rother den Leonhardiritt und nahm  in der Kutsche mit Pfarrer i.R. Gabriel Kreuzer, Kaplan Thomas Weinzierl und Gemeinderefernt Andreas Steinhauser seinen Platz ein. Nun setzte sich der Zug in Bewegung, stimmungssvoll begleitet von den Blaskapellen „Veldener Blechhaufa“ und der Blasmusik Moosen. Zahlreiche Besucher säumten den Straßenrand und beklatschten und bestaunten die prächtig herausgeputzten Pferde sowie die mit Blumen geschmückten Kutschen. Gut gelaunt winkten die Ehrengäste Landrat vom Landkreis Landshut Peter Dreier mit Frau, Landrat vom Landkreis Erding Martin Bayerstofer mit Frau, die Bundestagsabgeordneten Nicole Bauer und Florian Oßner und die Bürgermeister von Velden, Neufraunhofen, Taufkirchen und Wurmsham den gutgelaunten Zuschauern zurück. Weitere Kutschen und Gespanne mit den Kirchenpflegern und Vertreter aus der Kirchenverwaltung sowie aus dem Pastoralteam reihten sich im Zug ein. Die Trachtenvereine aus Gebensbach, Pauluszell und Hinterskirchen bereicherten den Zug mit ihren festlichen Trachtengewändern und rundeten das harmonisch bayerische Gesamtbild ab. Der Ritt ging durch die malerische Herbstlandschaft nach Erlach. Hier erwarteten sie ebenfalls zahlreiche Zuschauer, die sich bereits Kaffee, Getränke, Kuchen und „Kirta-Kiachen“ wie Schuxn und Auszogene munden ließen. Vor dem Rückweg nach Gebensbach hielt Prodekan Tobias Rother auf den Stufen zur Filialkirche St. Leonhard, begleitet von den Ministranten, eine kurze Andacht und erbat die Fürsprache des heiligen Leonhard. Nach den Dankesworten und dem allgemeinen Schlusssegen setzte sich der Zug wieder in Bewegung und jedes Gespann und Reiter  wurde noch einzeln mit Weihwasser gesegnet

 

 

Während der Einfahrt in Gebensbach erteilte Kaplan Thomas Weinzierl mit dem Kreuzpartikel allen Pferden, Kutschfahrern und Reitern den Einzelsegen.

 

Die Gebensbacher Vereine luden nach dem Umritt noch zu einem geselligem Beisammensein mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen in das Vereinsheim ein. In ihren Reden fanden die Ehrengäste viel Lob für den Festausschuss, der den Leonhardiritt durch die perfekte Vorbereitung zu einem gelungenen und der Tradition geschuldetem Fest werden liess.  Der Festausschuss bestand aus Prodekan Tobias Rother, Hildegard Köck, Stefan Wallner, Thomas Waser, Marion Söll, Lisa Maier, Franz Leipfinger und Annelise Huber.