Einen Tag wie zu Omas oder Uromas Zeit

 

Pauluszell: Einen Tag wie zu Omas oder Uromas Zeit erlebten kürzlich einige Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Wurmsham im Freilichtmuseum in Massing.

 

Organisator dieses Programmpunktes war die Pfarrei Pauluszell.

 

Museumspädagogin Roswitha Klingshirn begrüßte die Gruppe und zeigte ihnen zunächst einen kleinen Bauernhof, der sich zum großen Teil selbst versorgen konnte.

 

Milch geben die Kühe, Eier legen die Hühner, Obst und Gemüse liefert der Garten rund um das Haus. Doch einige Dinge kann der Hof nicht selbst produzieren, z.B. Salz, Seife oder für die Schulkinder eine Schiefertafel und einen Griffel. Auch Ketten für die Kühe oder Nudeln für das Abendessen, Zigarren für den Großvater musste man in Laden der Kramerin kaufen. Damals hatte jedes kleine Dorf noch seinen Kramerladen, der alles hatte, was man zum Leben brauchte.

 

Selbst die beiden damals klassischen Parfüms „Tosca“ und „4711“  schnupperten die Ferienkinder in der Kramerei.

 

Bewaffnet mit einem Einkaufszettel ging es  zum Einkaufen. Leider reichte nicht bei allen das mitgebrachte Geld und so musste man „anschreiben“, was damals durchaus üblich war, wenn man war ja persönlich bekannt.

 

Anschließend gab es für die Kinder eine Schaumkopf-Semmel als süße Brotzeit.

 

Die Kinder sahen auch, dass die meisten Waren „offen“ verkauft wurden und erst danach in Papiertüten gepackt wurden. Das wiegen mit einer Dezimalwaage, einer Balkenwaage und einer typischen Kramerwaage wurde ausgiebig getestet.

 

Zum Schluss durfte sich jeder noch mit einem „Zehnerl“ vom Kaugummiautomaten einen Kugelkaugummi herauslassen.  Die Kinder stellten fest, dass Einkaufen heute so ganz anders ist als früher.

 

Der Ausflug klang mit einer lustigen Kegelpartie auf der nostalgischen Kegelbahn im Museum aus.