Fronleichnamsfest in Velden würdig gefeiert

In der Prozession mit dem Allerheiligsten sich öffentlich zum Glauben bekennen

 

Zum Fronleichnamsfest versammelten sich viele Gläubige in der mit Birken und Blumen geschmückten Pfarrkirche zu einem feierlichen Gottesdienst, der von Kaplan Thomas Weinzierl zelebriert wurde und musikalisch vom Blechhaufen und dem Organisten Herrn Rudolf Galler umrahmt wurde. Fronleichnam setzt sich zusammen aus vron (Herr) und lichnam (Leib) des Herrn. Die Bedeutung Lichnam entspricht nicht dem toten, sondern ganz im Gegenteil, dem lebenden Leib. So bedeutet Fronleichnam das Fest des Leibes Christi, wie Kaplan Weinzierl dies in seiner Predigt erläuterte.  An diesem Tag bekennen die Christen öffentlich ihren Glauben und gehen feierlich mit dem Herrn hinaus aus den Kirchen, durch die die mit roten Tüchern und gelb-weiß verzierten Sträußen und Fähnchen geschmückten Straßen des Ortes. Wir tragen im wahrsten Sinn des Wortes unseren Glauben mit dem Allerheiligsten sichtbar für andere vor uns her.

 

Nach dem Festgottesdienst stellten sich bei strahlendem Wetter die kirchlichen und weltlichen Vereine mit den Fahnenabordnungen, Kommunionkinder und Firmlinge, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Gemeinderat zusammen mit den Pfarrangehörigen zur Prozession auf. Feierlich trug Kaplan Weinzierl den Leib Christi in der Monstranz, begleitet von den Ministranten und Lektoren auf dem Prozessionsweg, zu den vier Altären. Musikalisch mitgestaltet wurde die Prozession vom Blechhaufen und Herr Rudolf Galler stimmte die  Volksgesänge aus dem Liedheft an. Aufgebaut waren die Altäre in der Bahnhofstraße bei Reiter, Landshuter Straße bei Holzner, in der Schulstraße bei Köck und in der Georg-Brenninger-Str. bei Seisenberger/Rusch. An jedem dieser Altäre, alle liebevoll und festlich mit Blumen geschmückt, sogar ein Blumenteppich war zu bewundern, wurde ein Evangelium verkündet, gefolgt von den Fürbitten und dem Segen. Die feierliche Prozession endete in der Pfarrkirche mit dem „Tantum Ergo“ und dem „Te Deum“ sowie dem eucharistischem Segen. (Text: Ida Zobel // Fotos: Horst Wisgrill)