Vom Korn zum Brot

Pauluszell. Einen ganz besonderen Nachmittag durften die Pauluszeller Erstkommunionkinder kürzlich in der Bäckerei der Lebensgemeinschaft Höhenberg erleben, denn hier wird nach biologisch-dynamischen Richtlinien gebacken. Außerdem arbeiten hier behinderte und nichtbehinderte Menschen in einem Team zusammen.

 

Bäckermeister Hans Wölfl hatte für die Gruppe schon die Zutaten zum Backen von Brezen bereitgestellt. Gemeinsam stellten sie den Teig her, und die Kinder wunderten sich, wie aus so wenig Teig dreißig Brenzen entstehen sollten. Nach dem Kneten in der Knetmaschine musste der Teig, zur Freude der Kinder, noch mit den eigenen Händen geschmeidig geknetet werden. Danach wurde er mit einer Portioniermaschine in dreißig genau gleiche Teile aufgeteilt. "Wie bekomm ich jetzt aus dem Teigklumpen eine Breze?", diese Frage stellten die Kinder dem Bäcker, der schnell anworten konnte und ihnen im Handumdrehen zeigte wie man eine Breze macht. Eifrig rollten und formten die Kommunionkinder geschickt tolle Brezen. Während die Teiglinge in der "Sauna" gehen mussten, zeigte Hans Wölfl den Kindern, wie in Höhenberg gearbeitet wird.

 

Der Arbeitstag in der Bäckerei beginnt meist um 2 Uhr früh. Brot und andere Backwaren werden aus dem hofeigenen Getreide, das um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, in einer Steinmühle gemahlen wird, hergestellt. Gemahlen wird aber auch in der eigenen Bäckereimühle. Hans Wölfl zeigte wie aus einem Sack Dinkel in kurzer Zeit Vollkornmehl entsteht. Nach so viel Information wurde es Zeit wieder nach den Brezen zu schauen, die mittlerweile fertig gebacken aus dem Ofen geholt werden konnten. Stolz packten die Kinder ihr Selbstgebackenes ein und bedankten sich beim Bäcker für den interessanten Nachmittag. Jetzt wurde auch klar, welhalb Brot ein so wertvolles Lebensmittel ist. Viele Arbeitsschritte in Handarbeit sind nötig, um vom Korn zu einem fertigen Brot zu kommen. Auf dem Bild zu sehen sind die Kinder aus den Pfarreien Pauluszell und Eberspoint zusammen mit Bäckermeister Hans Wölfl, die beiden Kommunionmütter Marion Söll und Evi Scheibl und den fertig gebackenen Brezen.