Sternsinger sammeln 21.700 Euro

Minus 17 Grad zeigte das Thermometer am Drei-Königs-Tag an, als sich die Sternsinger aus dem Pfarrverband Velden auf den Weg zu den Familien in den Pfarreien Velden, Eberspoint, Seifriedswörth, Johanneskirchen, Gebensbach, Vilslern, Neufraunhofen, Hinterskirchen und Pauluszell machten. Trotz der eisigen Kälte waren über 170 Kinder und Jugendliche, vor allem Ministranten bereit, die diesjährige Sternsingeraktion zu unterstützen. „Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand.“, so beginnt das Sternsingerlied, mit dem die „Heiligen Drei Könige“, wie sie im Volksmund genannt werden, die Familien begrüßen. Bevor sich die Sternsinger jedoch auf den Weg machen konnten, war einiges an Organisationsarbeit nötig.


Schon im Vorfeld musste geklärt werden, wie und wann die Gruppen eingekleidet und eingeteilt werden, wer welche Ortschaften besucht, wer, vor allem in den Außenpfarreien, macht das Taxi für die Sternsinger. Wo können die einzelnen Gruppen zum Mittagessen einkehren? Nach der Aktion müssen noch einmal fleissige Hände in Aktion treten und die Gewänder für den Einsatz im nächsten Jahr waschen und wieder fit machen. Viele Ehrenamtliche, vor allem die Mesner und Oberministranten, sind aktiv, damit die Sternsingeraktion ein Erfolg wird.


Umso mehr freut es alle Beteiligten, dass die Sternsinger aus dem Pfarrverband an das grandiose Sammelergebnis vom letzten Jahr anknüpfen konnten, ja sogar noch einmal auf 21.735,92 Euro, aufstocken konnten. Wieder einmal lässt sich sagen, dass die Pfarrverbandsangehören „ihren Thomas Brei“ gerne in seiner Arbeit in Tansania unterstützen. An einigen Häusern, bei denen niemand daheim war,  hingen sogar Spendenkuverts an der Tür „Für d´Sternsinger“. Öfter konnte man hören: „I gib heuer a bissal mehr her, weil ich letztes Jahr ned da war.“ Wenn das die einen oder anderen sagten, freute es die eifrigen Sammler umso mehr. Nur wenige Türen blieben verschlossen. Die Meisten freuten sich sogar sehr und meinten: „Ich wart scho de ganze Zeit auf eich. Geht´s nur rein und rauchts gscheid.“


Seit dem Jahr 2001 begleitet Pfarrer Dr. Thomas Brei zunächst als Kaplan, später als seelsorgerliche Aushilfe den Pfarrverband Velden. Nach Beendigung seines Medizinstudiums ging er nach Tansania. Dort baut er seit fünf Jahren am nördlichen Rand der Serengeti, in dem Ort Wasso ein Krankenhaus aus. Dieses Hospital stellt die einzige medizinische Versorgung der dortigen Bevölkerung in weitem Umkreis dar. Ein weiteres Projekt stellt der Bau der St Claire Clinic in der Stadt Mwanza dar. Dort soll eine Kinderstation entstehen, in der schwerkranke Kinder von armen Familien behandelt werden können. Mit der Sternsingeraktion 2017 soll dieses Projekt unterstützt werden.