Erstkommunion in Velden

Unter dem diesjährigen Leitwort „Eine Liebe die sich gewaschen hat‘‘ hatten sich 39 Kinder aus unserer Pfarrei auf den Weg zur Erstkommunion gemacht.  Neben dem Religionsunterricht, in Weggottesdiensten, in verschiedenen Gruppenstunden und gemeinsamen Unternehmungen erfuhren die Kinder auf vielfältige Weise in Anlehnung an das Motto, das an die Fußwaschung Jesu erinnert,  wie sich Jesu klein macht und den Menschen dient als Zeichen der Nächstenliebe und der Liebe Gottes. Begleitet wurden die Kinder neben Pfarrer Tobias Rother und Diakon Hümmer von ihren Tischmüttern in Gruppe 1 mit Sabine Schandl, Silvia Beigl, Manuela Diny; Gruppe 2 mit Kathrin Stobrawe, Kerstin Stephan, Marlies Maier; Gruppe 3 mit Melanie Lanzinger, Tamara Ascher;  Gruppe 4 mit Christine Strobl, Christine Kamhuber, Petra Höfelschweiger; Gruppe 5 mit Evi Zehentbauer und Andrea Hingerl. Mit großem Interesse und vielen guten Ideen bereicherten die Kinder den Kommunionunterricht. In dieser Zeit der Vorbereitung erfuhren die Kinder auf vielfältige Weise von Gottes Einladung und von der Zusage, dass Gott ihnen in Jesus Christus ganz nahe sein will.

Nach diesen Wochen der Kommunionvorbereitung voller eindrucksvoller Erlebnisse, neuer Erfahrungen und geistlicher Eindrücke zogen sie am Sonntag festlich gekleidet und mit den selbst gestalteten Kommunionkerzen mit Pfarrer Tobias Rother  und dem Altardienst in die festlich geschmückte Pfarrkirche ein, wo sie bereits Eltern, Geschwister, Verwandte und Pfarrangehörige er- warteten. In dem stimmungsvollen Festgottesdienst war die Glaubensfreude bei allen Mitfeiernden in der vollbesetzten Kirche spürbar. Auch die schwungvolle musikalische Gestaltung vom Chor  Via Nova und dem Organisten Rudolf Galler trug zum festlich-frohen Charakter der  Erstkommunionfeier bei. In seiner  gewohnt  erheiternden und immer den wesentlichen Punkt treffenden Predigt  thematisierte Pfarrer Rother das Leitwort um die Liebe Gottes zu den Menschen.  Hätten wir einen Wunsch frei um uns einen „coolen“ Freund zu suchen, würden wir uns vielleicht Berühmtheiten aussuchen um uns mit ihnen zu zeigen und anzugeben. Doch sind wir für sie wichtig,  interessant und werden wir neben ihnen noch von den anderen überhaupt wahrgenommen? Ganz anders ist es mit Jesus. Er liebt uns bedingungslos und ist immer für uns da. Wenn wir ihn auch mit den modernen Kommunikationsmittel  wie z.B. WhatsApp nicht erreichen können und er uns auf diesem Wege auch nicht anspricht, so dürfen wir ihn erfühlen und spüren. Jesus ist unser bester und vertrauensvollster Freund, der zu jeder Zeit für uns erreichbar und uns nahe ist.

 

 Vor der Erneuerung des Taufversprechens, erklärte Pfarrer Rother den Kindern, dass nun ihre Kommunionkerze, wie damals auch ihre Taufkerze, an dem Licht der Osterkerze entzündet werde, und dass sie nun, im Gegensatz zu damals, selber in der Lage seien, das Taufversprechen abzulegen. Die Fürbitten wurden von den Kindern und Eltern gemeinsam vorgetragen. Nachdem die Kommunionkinder die Gaben zum Altar gebracht hatten, empfingen die Kinder freudig und andächtig zum ersten Mal  den Leib des Herrn, das Brot des Lebens. Zum Abschluss  sprachen die Kinder ein Dankgebet und bedankten sich bei allen Beteiligten, die am Gelingen der Vorbereitungszeit und der Feier beteiligt waren. Ihre Tischmütter wurden als Dank mit einer Rose belohnt. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Rother für das Engagement und die Mithilfe aller, die sich in den vergangenen Wochen tatkräftig eingebracht haben.  Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegard Köck überbrachte den Kindern die Glückwünsche der Pfarrei. Als Andenken erhalten die Kinder in der am Nachmittag folgenden Dankandacht ein kleines Blumentöpfchen mit Schlüsselblumen auch  Himmelsschlüssel genannt. Der Name Himmelsschlüssel geht auf eine Legende vom heiligen Petrus zurück, der die Himmelstore bewachte. Eines Tages verlor er seine Schlüssel, sie fielen auf die Erde und dort wuchsen dann die Himmelsschlüsselchen, wie sie den Kindern erzählte. Eingepflanzt im Garten, soll  die im Frühjahr erblühte Schlüsselblume jedes Jahr an den Kommuniontag erinnern.   Vor dem festlichen Auszug wurde den Kindern die entzündete Kommunionkerze überreicht.  Zur  Dankandacht kamen die Kommunionkinder mit ihren Familien am Nachmittag nochmals zusammen um den schönen Festtag ausklingen zu lassen.

 

Damit unsere Kommunionkinder der Kirche und unserer Gemeinde weiterhin verbunden bleiben und ihren Glauben durch die Begegnung  mit dem Herrn in der Kommunion weiter vertiefen und entwickeln, sollen auch wir Erwachsenen uns daran erinnern, dass die Eucharistie „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ ist.