Sternsinger sammeln mehr als 20.000 Euro

In den Tagen um den 6. Januar waren 168 Ministranten, Kinder und Jugendliche aus den Pfarreien Velden, Gebensbach, Seifriedswörth, Pauluszell, Eberpoint, Johanneskirchen, Neufraunhofen, Hinterskirchen und Vilslern als Sternsinger im ganzen Pfarrverband Velden unterwegs.  

 

„Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gott Hand.“, so beginnt das Sternsingerlied, mit dem die „HeiligenDreiKönige“, wie sie im Volksmund genannt werden, die Familien in ihren Häusern begrüßen.

  

Bevor sich die Sternsinger jedoch auf den Weg machen konnten, war einiges an Organisationsarbeit nötig. Schon  im Vorfeld muss geklärt werden, wie und wann die Gruppen eingekleidet und eingeteilt werden, wer welche Ortschaften besucht, wer, vor allem in den Außenpfarreien,  macht das Taxi für die Sternsinger. Wo können die einzelnen Gruppen  zum Mittagessen einkehren?

  

Nach der Aktion müssen noch einmal fleißige Hände in Aktion treten und die Gewänder für den Einsatz im nächsten Jahr waschen und wieder fit machen.

  

Viele Ehrenamtliche, vor allem auch die Mesner und Oberministranten  sind  aktiv, damit die Sternsingeraktion ein Erfolg wird. Umso mehr freut es alle Beteiligten, dass die Sternsinger an das gandiose Sammelergebnis vom letzten Jahr anknüpfen konnten und heuer sogar Spenden in Höhe von 20.648,44 Euro sammelten.

 

Nicht zuletzt haben bestimmt viele Haushalte wieder etwas mehr gespendet, weil das Geld nicht in den allgemeinen Spendentopf gewandert ist, sondern für Pfarrer Dr. Thomas Brei, der in Tansania im Distrikt Ngorongoro, mit großem Einsatz ein Krankenhaus, das Wasso Hospital als Arzt und Priester leitet. Einige Pfarrangehörige, die nicht zu Hause waren hängten sogar Tüten mit Spendenkuveren an die Haustüre: „Für d´Sternsinger.“, konnte man lesen. „I gib heuer a bissal mehr her, weil ich letztes Jahr nicht da war.“, wenn das die einen oder anderen sagten,  freute es die eifrigen Sammler umso mehr. Nur wenige Türen blieben verschlossen. Die Meisten freute sich sogar und meinten: „Geht´s nur rein und rauchts gscheid.“

 

Thomas Brei, der die Menschen im Pfarrverband von 2001 bis 2004 als Kaplan in Velden und auch danach bis zu seinem Umzug nach Afrika seelsorgerlich begleitet hat, möchte den Menschen in dieser armen und abgelegenen Region Tansanias die Möglichkeit schaffen, sich medizinisch versorgen lassen zu können.

  

Bei seinem letzten Besuch im September schilderte Brei die vielen Schicksale, die oft nach einem beschwerlichen Transportweg, die zu ihm ins Krankenhaus kommen und um medizinische Versorgung bitten.Besonders am Herzen liegt ihm auch die Betreuung der Frauen in der geburtshilflichen Medizin und  die Versorgung der Neugeborenen und Kinder im der Ausbau der intensivmedizinischen Abteilung.

 

„Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr das Hoffnungslicht der Weihnachtsnacht mit dem Segen in die Häuser eurer Gemeinden bringt“, sagte Bischof Heinz Josef Algermissen beim Eröffnungsgottesdienst in Fulda. Dieses Hoffnungslicht haben die Veldener Sternsinger sicherlich in die Häuser des Pfarrverbandes getragen und ein Stückweit auch ins ferne Tansania getragen.

 

(Text: Rosmarie Wagenbauer)